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In Deutschland werden nach einem jahrelangen Anstieg inzwischen offenbar wieder weniger Kinder mit &UUml;bergewicht eingeschult.
Im Jahr 2008 ging in fast allen Bundesländern die Zahl der Schulanfänger mit &UUml;bergewicht oder Fettleibigkeit zurück,
wie die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) mitteilte. Eine Ulmer Arbeitsgruppe der DGKJ wertete über 600000
Schuleingangsdaten aus dem Jahr 2008 aus. Bei Übergewicht gab es demnach Rückgänge von bis zu 3 Prozent, bei Fettleibigkeit
von bis zu 1,8 Prozent. Lediglich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz habe es einen leichten Anstieg gegeben.
Nachdem die Zahl der übergewichtigen Schulanfänger seit den 80er Jahren gestiegen sei, scheine dieser Trend nun zumindest
gebrochen zu sein, erklärte der DGKJ-Ernährungsexperte Martin Wabitsch. Dennoch bleibe aber die Zahl übergewichtiger und
fettleibiger Erstklässler in Deutschland auf einem hohen Niveau. So gelten laut DGKJ zum Beispiel 11,9 Prozent der Schulanfänger
in Bremen und Thüringen als übergewichtig, in Nordrhein-Westfalen sind es 10,7 Prozent. Im Saarland wird demnach 5,4 Prozent
der Erstklässler gar eine Fettleibigkeit bescheinigt, in NRW 4,4 Prozent.
Prof. Martin Wabitsch: "Die gezeigte Entwicklung der Prävalenzraten bedeutet aber keinesfalls, dass wir unsere Bemühungen
zur Prävention von Übergewicht und Adipositas einstellen können. Trotz des dokumentierten Rückgangs bleiben die
Prävalenzraten übergewichtiger und adipöser (fettleibiger) Einschüler in Deutschland auf einem hohen Level".
Wissenschaftlich gesicherte wirksame Maßnahmen zur Prävention von Übergewicht sind vor allem die Reduktion des Verzehrs
von zuckerhaltigen Getränken und des klassischen Fast Foods, die Reduktion des täglichen Medienkonsums sowie die Steigerung
der Bewegung im Alltag. Eine besonders wichtige Rolle spielt hierbei die Vorbildfunktion der Eltern.
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